OÖ: FF Schärding - Hochwasser mit blauem Auge überstanden - Hochwasserschutz und KAT Lager haben sich bewährt

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© Freiwillige Feuerwehr Schärding

 

 

Beim Hochwasser Anfang August ist die Stadt Schärding mit einem “blauen Auge” davongekommen. Der Pegelhöchststand in der Stadt Schärding war um 00:45 Uhr mit einem Wert von 729 Zentimetern erreicht, die prognostizierten 850 cm sind glücklicherweise nicht eingetreten.  “Unsere Einsatzkräfte haben gute Arbeit geleistet und die Bevölkerung bestens unterstützt. 

Es wurden nur 21 Objekte überflutet, dabei war glücklicherweise kein Wohnbereich betroffen. Es freut mich, dass der Einsatz ausgezeichnet abgelaufen ist und dass unsere Einsatzleitung, sowie die Einsatzkräfte des Bauhofs und der Feuerwehr für die Sicherheit der Stadt Schärding ihr Können unter Beweis gestellt haben,“ so Bürgermeister Franz Angerer, der gemeinsam mit Amtsleiterin Rosemarie Kaufmann die behördliche Einsatzleitung über hatte.

 

Hochwasserschutz Altstadt gut funktioniert

 

Die erste Bewährungsprobe bestanden hat der Hochwasserschutz in der Altstadt (2013 war nur ein Teil fertig gestellt). 15 Häuser konnten in diesem Fall durch den Schutz von einer Überflutung bewahrt werden. Die Mobilelemente und auch die installierten Pumpenanlagen haben bestens funktioniert, auch die Abläufe waren gut aufeinander abgestimmt. “Das Geld der Bürgerinnen und Bürger ist im Hochwasserschutz gut angelegt – das haben mir auch viele Betroffene aus der Schärdinger Altstadt bestätigt, deren Hab und Gut vor Zerstörung bewahrt werden konnte,” so das Schärdinger Stadtoberhaupt.

 

KAT-Lager hat erste Bestandsprobe bestanden

 

Erstmals wurde einsatzmäßig auch das grenzüberschreitende Katastrophenschutzlager in Betrieb genommen. Knapp 2.500 Sandsäcke wurden in die vier Kooperationsgemeinden geliefert und von den Feuerwehren wurde der Fehlbestand dann sofort wieder befüllt. An diesem Beispiel sieht man, dass Gemeindekooperation sehr sinnvoll ist und die Gelder von EU, Bund, Land und den Gemeinden gut angelegt sind.

 

Zivilschutz-SMS als wichtiges Informationsmittel

 

Besonders wichtig im Einsatzfall ist die rasche und kompetente Verständigung der Bevölkerung. Hier wurde das Zivilschutz-SMS, wo für Schärding bereits mehr als 320 Personen angemeldet sind, verwendet. “Trotzdem musste das Personal in der Einsatzzentrale, welches aus Feuerwehrmitgliedern und Gemeindepersonal besteht, mehr als 240 Verständigungsanrufe tätigen”, so Feuerwehrkommandant Markus Furtner

 

Hochwasserschutz Neustift – Baustelle läuft

 

Aktuell läuft die Baustelle des nächsten Teils des Hochwasserschutzes in Schärding, wo der Ortsteil Neustift ab Herbst 2021 vor einem 100jährlichen Hochwasser geschützt sein soll. Die geschätzten Baukosten belaufen sich dort auf  € 12,7 Mio. wobei auch hier ein Großteil von Bund und Land getragen wird.


Quelle/Text u. Fotos: ABI Markus Furtner / FF-Schärding / www.ff-schaerding.at