OÖ: FF Bad Ischl - Tennishalle stand in Vollbrand - 15 Personen wurden gerettet

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© Freiwillige Feuerwehr Bad Ischl

Engleitenstraße, Brand Gebäude mit Menschenansammlung", mit dieser Einsatzmeldung wurden heute, Samstag 14. Dezember 2019, um 11:41 Uhr die Hauptfeuerwache Bad Ischl, die Freiwillige Feuerwehr Pfandl sowie die Feuerwache Ahorn-Kaltenbach alarmiert.

15 Kinder in Sicherheit gebracht

 

Aus bisher unbekannter Ursache brach im angebauten Gebäude der Tennishalle ein Brand aus. Der Tennislehrer und ein Kamerad der Hauptfeuerwache brachten insgesamt 15 Kinder aus der Halle in Sicherheit. Eine Person wurde unbestimmten Grades verletzt und vom Roten Kreuz versorgt.

 

Alarmstufe 2

 

Beim Eintreffen der ersten Mannschaft wurde sofort Alarmstufe II für den Feuerwehrpflichtbereich Bad Ischl ausgelöst. Somit wurden alle zehn Ischler Feuerwehreinheiten alarmiert.

 

Unterstützung aus anderen Gemeinden

 

Die Größe des Brandes brachte auch das breit aufgestellte Ischler Feuerwehrwesen mit seinen Atemschutzgeräten an seine Grenzen. Um 12:36 Uhr wurde die Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehr Bad Goisern veranlasst. Auch ein Lastkraftwagen mit einem schweren Kran der Fa. Brandl Bau, wurde zum Einsatzort beordert, um die Mannschaften am Dach zu sichern und somit die Löscharbeiten, bzw. das Öffnender Dachhaut zu unterstützen.

 

Wasserversorgung dank nebenliegender Gewässer

 

Gleich neben dem Gebäude befinden sich der Kaltenbach und der Traunfluss. Eine entsprechende Wasserversorgung konnte somit rasch sichergestellt werden. Insgesamt wurden zwölf Tragkraftspritzen mit 21 Zubringerleitungen aufgebaut.

 

Glatteisbildung durch Löschwasser

 

Da um das Objekt eine starke Glatteisbildung herrschte, unterstützte die Stadtgemeinde Bad Ischl die Einsatzkräfte, mit einer Bereitstellung von Splitt und Streusalz.

 

Einsturzgefahr

 

Gegen 13:15 Uhr mussten die Einsatzkräfte das Gebäude aufgrund Einsturzgefahr verlassen. Somit war nur mehr ein Angriff von außen bzw. den innenliegenden Tennisplätzen her möglich.

 

Atemschutzfahrzeug nachgefordert

 

Die BTF Steyrermühl wurde mit ihrem Atemschutzfahrzeug nachalarmiert um die Wiederversorgung der Atemschutzträger zu sichern. Somit konnten die geleerten Flaschen gleich vor Ort wieder befüllt werden. Insgesamt standen bei diesem Brandmehr als 60 Atemschutztrupps im Einsatz.

 

Auch Großraumlüfter angefordert

 

Da angenommen werden musste, dass der Brand auch auf die Halle selbst übergreift und diese dann nicht mehr betreten werden könnte, wurden zwei Großraumlüfter von den Freiwilligen Feuerwehren Wels und Laakirchen ebenfalls nachalarmiert. Die Lüfter hätten im schlimmsten Fall die Halle von außen belüften und die Löscharbeiten zusätzlich mit Sprühnebel unterstützen können.

 

Angrenzende Kletterhalle erfolgreich geschützt

 

Die nahe am Brandobjekt angrenzende Kletterhalle wurde durch vier sogenannte Hydroschilder und zwei mobilen Wasserwerfern vor einem Übergreifen der Flammen geschützt.

 

Fahrzeugbrand während den Löscharbeiten

 

Gegen 15:00 Uhr kam es erneut zu einer Alarmierung der Hauptfeuerwache Bad Ischl. In der Leschetitzkygasse galt es einen Fahrzeugbrand zu löschen. Umgehend besetzten Atemschutzträger der Hauptfeuerwache, der FF Pfandl und der Feuerwache Rettenbach sowie Kameraden der FF Bad Goisern das momentan freie schwere Löschfahrzeug der FF Bad Goisern.

 

Innerhalb kürzester Zeit konnten die zusammen gewürfelten Mannschaften den Brand erfolgreich bekämpfen und ein Übergreifen auf ein nebenstehendes Wohnhaus verhindern. Bei diesem Ereignis konnte man wieder einmal die gute Zusammenarbeit der unterschiedlichen Einheiten beobachten. Nach kurzer Zeit wurde wieder zum ursprünglichen Einsatzort abgerückt.

 

Mühevolle Löscharbeiten

 

Aufgrund der Baubeschaffenheit des Gebäudes breitete sich der Brand sehr schnell unter der Dachkonstruktion aus. Somit musste die Dachhaut an mehreren Stellengeöffnet werden um an die Brandherde zu gelangen. Dies gestaltete sich aufgrund der herrschenden Einsturzgefahr als sehr schwierig und gefährlich. Die Mannschaften wurden dabei von den beiden Kränen aus vor einem Absturz gesichert.

 

Drohne im Einsatz

 

Auch die Drohne erwies sich beim heutigen Brand als sehr wertvoll. Zur Einsatzunterstützung wurde das Brandobjekt mit der Drohne abgeflogen. Die Wärmebildkamera des Fluggeräts lieferte wertvolle Informationen über die Brandstellen. So konnte eine noch gezieltere Brandbekämpfung durchgeführt werden.

 

Ischler Feuerwehrwesen einmal mehr bestätigt

 

Beim heutigen Brand hat man einmal mehr die Wichtigkeit des breit aufgestellten Ischler Feuerwehrwesens beobachten können. Innerhalb kürzester Zeit waren die zehn Feuerwehren und Feuerwachen vor Ort und konnten somit eine rasche Wasserversorgung und eine schnelle Brandbekämpfung sicherstellen.

 

Brandwache der Feuerwache Ahorn Kaltenbach noch vor Ort

 

Gegen 17:00 Uhr konnten die meisten Einsatzkräfte wieder abrücken. Die Feuerwache Ahorn – Kaltenbach ist noch für die nächsten Stunden als Brandwache vor Ort.

 

Beeindruckende Einsatzbilanz

 

Im Einsatz standen die Hauptfeuerwache Bad Ischl, die Freiwilligen Feuerwehren Pfandl, Jainzen, Mitterweißenbach, Lauffen, sowie die Feuerwachen Ahorn-Kaltenbach, Reiterndorf, Rettenbach-Steinfeld-Hinterstein, Sulzbach und Perneck, sowie aus dem Nachbarpflichtbereich die Freiwillige Feuerwehr Bad Goisern. Außerdem war das Rote Kreuz Bad Ischl, die städt. Sicherheitswache, die Polizeiinspektion Bad Ischl, Mitarbeiter der Stadtgemeinde Bad Ischl und der Kran der Fa. Brandl am Einsatzort. Auch die Feuerwehren Laakirchen ,Steyrermühl und Wels standen im Unterstützungseinsatz.


Quelle/Text u. Fotos: BM Christian Wacek / FF Bad Ischl / www.ff-badischl.at