NÖ: FF Maria Enzersdorf - Internationale Feuerwehrübung PolEX 19

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© div. Feuerwehren

 

 

Für fünf Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Maria Enzersdorf brachte das verlängerte Wochenende von Donnerstag den 15. bis Sonntag den 18. August 2019 eine ganz besondere Erfahrung. Sie hatten die Möglichkeit mit den Feuerwehren Mödling und Guntramsdorf nach Straszecin in Polen zu fahren um mit den örtlichen Feuerwehren, sowie den Feuerwehren aus Amstetten, Krems und St. Pölten, sowie der deutschen Feuerwehr aus Böblingen zahlreiche Übungen durchzuführen.

Die Anreise am Donnerstag startete bereits in den frühen Morgenstunden mit den Fahrzeugen der Feuerwehr Mödling und dauerte bis 16:00 Uhr. Nach einer Eröffnungsfeier konnte der Anreisetag bald beendet werden und am Freitag starteten die ersten Übungen.

 

Die Mitglieder wurden in drei Einsatzmannschaften, bestehend aus je drei Teams zusammengestellt, so konnte sichergestellt werden, dass in jeder Gruppe alle Nationalitäten vertreten waren. Sprachbarrieren konnten mit Bravour umgangen werden, die Zusammenarbeit funktionierte hervorragend. Zu den Szenarien des ersten Übungstages zählten ein Verkehrsunfall mit einem plötzlich während der Arbeit explodierenden Fahrzeug (dafür und für zahlreiche andere Einlagen hatten die Deutschen Kameraden einen Sprengmeister dabei), einem Vegetationsbrand im unwegsamen Gelände mit Löschwasserförderung aus einem See, und einem Flurbrand, der auf einen Bauernhof übergriff, wodurch eine mehrfache Menschenrettung notwendig wurde.

 

Im Laufe des Samstags mussten 3 verschiedene Übungsszenarien abgearbeitet werden. Dabei wurde wieder Hand in Hand mit polnischen und deutschen Kameraden gearbeitet. Die am Vortrag gefestigte Zusammenarbeit funktionierte zum Großteil bereits makellos. Am Vormittag galt es zu einem Zimmerbrand in einer Feststoff befeuerten Realbrandanlage auszurücken. Zuvor wurden durch Ausbilder die Grundlagen der Innenbrandbekämpfung und die Theorie verschiedenster Brandphänomene wiederholt. Nach dem Durchgang in der Realbrandanlage wurde ein Strahlrohrtraining durchgeführt.

 

Anschließend folgte keine Einsatzübung sondern eine mehrstündige Teambuildingstation. Hier konnten die Teams ihren Zusammenhalt und ihren Kampfgeist unter Beweis stellen. Am Nachmittag wurde eine große Abschlussübung durchgeführt. Dabei wurde ein Wohnhausbrand eines Einfamilienhauses mit mehreren Explosionen simuliert. Durch eine Relaisleitung konnten über 25.000 Liter Löschwasser gefördert werden und nach dem abschließenden Fluten des Kellers mit Schaum sowie des anhaltenden Außenangriffs konnte das Übungsziel erreicht und die Übung somit beendet werden.

 

Am Sonntagmorgen fand zum Abschluss der PolEX19 eine Feldmesse statt, nach der die Mannschaft aus Österreich ihre etwa 600 Kilometer lange Heimreise über Tschechien antrat.


Fotos: Div. Feuerwehren

Quelle/Text: FF Maria Enzersdorf / www.ff-mariaenzersdorf.at