B: Tauchlager 2018 des Burgenländischen Landesfeuerwehrverbandes

© Landesfeuerwehrverband Burgenland
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Der Tauchdienst des Burgenländischen Feuerwehrverbandes hielt von 24. bis 29. Oktober die alljährliche Ausbildungswoche am Attersee ab. In diesem Jahr gab es keine Grundausbildungen für angehende Einsatztaucher, daher war der Schwerpunkt des Tauchlagers auf die Vorbereitung neuer Mitglieder für den kommenden Grundkurs im nächsten Jahr, sowie auf die Weiterbildung und Wissensvertiefung der aktiven Einsatztaucher ausgelegt. 

Das Ausbildungsgelände des Oberösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes in Weyregg war auch dieses Jahr wieder Ort des Geschehens und bot uns hervorragende Bedingungen um sämtliche Übungen unter besten Voraussetzungen planen und umsetzen zu können. Von den Umweltbedingungen her bescherte uns das Wetter am Attersee dieses Jahr beinahe das komplette Spektrum: von sturmartigen Windverhältnissen mit starkem Wellengang, über Regen, Nebel bis hin zum strahlenden Sonnenschein mit spiegelglatter Oberfläche war alles dabei.   

 

Das Übungsprogramm erstreckte sich dabei über das komplette praktische Spektrum der praktischen Anforderungen im Tauchdienst, gepaart mit der Auffrischung des theoretischen Wissens.   

Im praktischen Teil wurden folgende Schwerpunkte durchgeführt: 

 

  • Notaufstiegsübungen aus verschiedenen Tiefen, mit unterschiedlichen Szenarien (mit/ohne Wechselatmung, gemeinsame oder einzelne Tarierung,…) 
  • Die Handhabung und Arbeiten mit Werkzeug unter Wasser (Bergen eines PKWs)
  • Arbeiten mit dem Kirby-Morgan Helmtauchsystem
  • Diverse Service- und Reparaturarbeiten an den Ausrüstungsgegenständen 

 

Parallel mit unserem Tauchlager wurde durch den Ausbildungsleiter des des EOBV (Erster Österreichischer Berufstaucher Verband) Reinhold Schmid, die Ausbildung zur Fachkenntnisverordnung für die Einsatztaucher der Berufsfeuerwehr Klagenfurt durchgeführt. Dazu wurde unter anderem auch mit dem Kirby-Morgan Helm- und Maskentauchgerät des Burgenländischen Tauchdienstes geübt und ausgebildet. 

 

Erstmals wurden durch den Tauchdienst auch Tauchgänge für wissenschaftliche Zwecke durchgeführt. Für die Master-Arbeit „Simulation von dynamischen Auftriebssystemen in Fluiden“ von Lehrtaucher Jürgen Schöny wurde das Verhalten von variablen Auftriebskörpern (z.B. Hebeballone) unter realen Bedingungen getestet. Dazu wurde ein Tauchschlitten mit einem Hebeballon von einer Plattform aus 30m Tiefe hochgeschossen. Das Aufstiegsprofil wurde mit Hilfe von Beschleunigungssensoren vermessen, welche mit einem am Schlitten befestigten Computersystem aufgezeichnet wurden. Diese Real-Daten können zum Nachweis der errechneten Profile herangezogen werden. 

 

Lagerstatistik: 

 

Von den 28 teilnehmenden Mitgliedern des Tauchdienstes wurde im Rahmen des Tauchlagers in diesem Jahr 122 unfallfreie Tauchgänge durchgeführt. Dabei wurde eine Zeit von 56:34 Stunden unter Wasser geübt und gearbeitet. Die Taucher verbrauchten dabei eine Luftmenge von 182.729 Liter Atemluft.

 

Teilnehmer:

 

Bezirk ND: 

 

FF-Podersdorf/See

Thomas Bochdalofsky – Sachgebietsleiter Tauchdienst

Eduard Kaczor  

 

SF Neusiedl/See

Rudolf Rommer  

 

FF-Gols

Robert Fleischhhacker

Clemens Leitner  

 

FF_Frauenkirchen

Tegelhofer Florian  

 

Bezirk EU:  

 

FF-Wulkaprodersdorf

Andreas Szemeliker  

 

FF-Purbach

Reinhold Schmidt  

 

SF-Eisenstadt

Thomas Riedl  

 

FF-Siegendorf

Franz Parits

Hermann Simitz  

 

FF-Oslip

Gmasz Stefan  

 

Bezirk MA:  

 

SF-Mattersburg

Jürgen Schöny

Franz Lenzinger

Thorsten Böcker

Rudolf Deutsch  

 

FF-Schattendorf

Markus Rauhofer

Peter Zaglitsch  

 

FF-Sigleß

Gerald Dorfmeister  

 

FF-Forchtenstein

Windberger Mathias  

 

FF-Rohrbach

Simon Heidenreich  

 

Bezirk OP:  

 

FF-Rattersdorf

Eric Supper  

 

Bezirk OW:  

 

FF-Buchschachen

Markus Ringbauer  

 

FF-Rechnitz

Gerhard Cserer

Michael Riedler 


Fotos: LFV Burgenland

Quelle/Text: Andreas Szemeliker / LFV Burgenland / www.lfv-bgld.at